Wandertouren auf Mallorca

In jeder Spanisch und Wandern Woche werden Routen je nach Kondition der Teilnehmer gewählt.

Leiter der Wanderung ist jeweils ein einheimischer erfahrener Wanderführer. Mögliche Ziele - Je nach Kondition und Wandererfahrung sind:

Leicht (3,5 bis 4 Stunden):

Valldemossa - Bucht von Valldemossa - die Route der Zitronenbäume

Von der Strasse nach Deia geht rechts der entsprechendgekennzeichnete Weg ab, der zur Einsiedelei de la Trinitatvon Valldemossa führt. Nach einem kurzen Aufstieggelangt man zur Einsiedelei, die im Jahre 1705 gegründetwurde und eine Oase des Friedens ist.Wenn wir an der Straßengabelung von Son Moraguesnicht nach Deia, sondern in Richtung Banyalbufar gehen,werden wir bald auf der rechten Seite den Weg finden, derzum Hafen von Valldemossa hinabsteigt. Es handelt sichum eine kleine und steinige Bucht, wo man baden kann,Der kurvenreiche Aufstieg ist steil, belohnt aber mit einem atemberaubenden Blick auf die Bucht von Valldemossa. Wenn man den Weg nach Deia nimmt, kommt man zuerstnach Son Marroig und dessen Aussichtspunkt, der die Halbinsel Na Foradada beherrscht. Nach der Besichtigung des pittoresken Dorfes Deia kann man zudessen unvergleichlicher Bucht hinabsteigen und dort imkristallklaren Wasser baden. Der Rückweg ist allerdingsrecht beschwerlich, denn der Aufstieg ist sehr steil.

Algaida bis Puig de Galdent
Route der verlassenen Gutshöfe

Die Route führt auf den 420 Meter hohen Puig de Galdent.Die leichte Wanderung beginnt in Algaida, führt durch einige Obstplantagen, vorbei an nicht mehr bewohnten Landgütern, ehemaligen Weingütern, wie das verlassene Landsitz Ca'n Monjo. Wir passieren bewirtschaftete Finchs mit Gemüsegärten von Colonia de Sant Jordi zur Platja de Ses Roques Sonne, Sand und Meer - was gibt es Schöneres? Vielleicht noch einen kleinen Schuss Abenteuer, indem man in eine wilde, felsige Küstenlandschaft vorstößt. Möglichkeiten dazu gibt s z.B. im Süden der Hafen- und Feriensiedlung

Colonia de Sant Jordi: Von dort gelangt man über zwei kleinere Strände in Sichtweite der Inseln na Guardis, na Maltona und einiger kleinerer Felsbrocken im Meer - zur Platja de ses Roquetes, vor der ebenfalls ein Inselchen liegt. Der 1,4 km lange und weit geschwungene Sandstreifen ist nicht per Auto erreichbar und dementsprechend ruhig. Auf der einen Seite das Meer, auf der anderen geheimnisvolle Pinienwälder - und als Ziel eine tief eingeschnittene, merkwürdig aus gewaschene Sandsteinbucht, die sich zwar kaum zum Baden eignet, in der die Wellen jedoch meterhohe»Matratzen« einer ökologisch überaus wichtigen Algenart mit dem klingenden Namen »Posidonia oceania« anschwemmen.Reine Badefreuden genießt man in der nördlichen Umgebung der Colonia de Sant Jordi. Der 3,5km lange Traumstrand es Trenc wurde dank der mallorquinischen Umweltschutzorganisation GOB und massiver öffentlicher Proteste vor der Verbauung bewahrt; heute steht er unter Naturschutz.Hinter den spärlich bewachsenen Sanddünen, die das naturbelassene Badeparadies begrenzen, liegen die Salines de Llevant: Salzseen, die nicht nur zur Gewinnung des weißen Würzmittels dienen, sondern auch vielen seltenen Vögeln einen Lebensraum bieten.

Port Soller nach Soller
Blühende Gärten, die Orangenroute

dtyhugDer Weg führt vorbei an alten Landgütern, die von Zypressen und Olivenbäumen umgeben sind. Dem Wanderer bieten sich Einblicke in Gärten mit duftenden Sträuchern, Kakteen, Orangen- und Zitronenbäumen.Start ist die Endstation der nostalgischen Strassenbahn von Port de Soller. Es geht im Bachbett in vielen Serpentinen nach oben vorbei an Trockensteinmauern und Olivenhainen. Von der Finca Can Budelle hat man einen herrlichen Blick auf Port Soller und das Meer, den Leuchtturm und den Wachturm Torre Picada. Wenig später wird die Finca Can Alfonso erreicht, deren mallorquinischer Besitzer sich der Landwirtschaft widmen. Dort kann man auch eine Rast einlegen und frisch gepressten Orangensaft und Pa amb oli genießen. Das Ziel dieses Ausflugs sind die berühmten Orangenhaine und Gärten von Soller. Dort lohnt es sich die quirlige Stadt mit ihren engen Gassen zu durchstreifen und dabei in einer der Bars das leckere Soller-Eis zu essen.

Von Deia zu Cala Deia
Badebucht von Erzherzog Salvador

Deia, neben Valldemossa das wohlbekannteste Dorf über der Nordwestküste, verdankt seiner Popularität den zugewanderten Künstlern. Doch nur wenige wissen, daß die Wanderung zur gleichnamigen Bucht zu den schönsten der Insel zählt. Es ist ein wunderbarer bergab Spaziergang durch Orangengärten und Olivenhaine zu einem 70 Meter langen Kiesstrand. Zeigt sich das Meer ruhig dann steht sich auch ein erfrischendes Bad auf dem Programm.Zuerst empfiehlt sich ein Spaziergang durch Deia, Besichtigung des Archäologischen Museums, vorbei am alten Waschhaus um dann auf dem restaurierten Wanderweg zu Cala Deia zu gelangen. Der Rückweg erfolgt auf der gleichen Route.

Cala Pi bis Cap Blanc
Wanderung am Meer

Von der malerischen Bucht Cala Pi bis zum alten Wach- und Leuchtturm am Cap Blanc läßt sich eine der schönsten Küstenwanderung Mallorcas unternehmen. Die Region mit dem Namen Marina de Llucmajor ist ein über 3.000 Hektar großes Naturschutzgebiet.Start ist die Clubanlage Cala Pi vorbei an den Wachturm Torre Cala Pi der 1663 errichtet worden ist, vorbei an Gebäuderuinen der Cala Bertran und Steinpyramiden. Wenig später eröffnet sich dem Wanderer ein atemberaubender Fernblick auf die Sierra de Tramuntana. Beeindruckend präsentier sich auch die Flora, die sich dem rauen Klima erstaunlich gut angepasst hat. Zistrosen, Rosmarinsträucher, niedrige Kiefern und wilde Olivenbäume. bilden eine dichte Vegetation. Auf freien Flächen ragen ganze Kolonien der sogenannten Meerzwiebeln mit ihrem prächtigen Blütenstand empor.

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Kloster Lluc nach Caimari
Leichte Wanderung auf Waldwegen am bekanntesten Pilgerpfad Mallorcas

Der Cami Vel de Lluc ist ein uralter Pilgerweg und heute einer der bekanntesten und beliebtesten Wanderweg Mallorcas. Bei dieser Wanderung mit dem Start von Santuari de Lluc sind keine schweißtreibende Steigungen zu bewältigen.Sehr empfehlenswert ist eine Besichtigung des Klosters, der als Heiligtum der Mallorquiner gilt. Zuerst geht es zur Quelle Font Coberta und gelangt nach wenigen Minuten zur Quelle Font de Guix. Die Tour geht auf breiten Wegen sanft bergab vorbei an einer Bauruine von dem herrschaftlichen Landgut Guix. Vom Pas Bretxa Vela hat man eine herrliche Aussicht auf die Bucht von Alcudia, die Piste schlängelt sich in langen Serpentinen weiter nach unten zu einer Berghütte Refugi, eine Schutzhütte des Conseil Insular. Neben dem Gebäude laden Sitzbänke ein Tisch und eine Grillstelle zu einer Pause ein.

Mittel (4-4 Stunden mit leichten Höhenunterschieden):

Eine Wanderung vom Bergdorf Banyalbufar nach Port des Canonge
Wanderung am Meer und maurische Anbaukultur

Die Araber haben den Obst- und Gemüseanbau auf Mallorca perfektioniert. Daran erinnern die mühsam errichteten und ausgeklügelt bewässerten Terrassen rund um den Ort bis heute. Ein Spaziergang hoch über dem Meer oder zum winzigen Hafen des Dorfes lohnt sich. Eine Wandertour mit malerischen Ausblicken führt oberhalb des Meeres von Banyalbufar nach Port des Canonge. Sie wird La Volta del General genannt. Der Name erinnert an den General Ferran, den einstigen Besitzer des Landguts Baronia de Banyalbufar. Die Route ist mit Holzpfosten gut gekennzeichnet, sie führt durch einen Kiefernwald zwischen Felsbrocken von zyklopischen Ausmaßen. Einige ihrer Felsvorsprünge bildet riesige Dächer, unter denen man eine geruhsame Pause einlegen kann. Vorbei an der Landzunge Punta des Aguia mit ihrer bizarren Felsformation mündet die Volta des General auf dem rötlichen Plateau von Port des Canonge. Von dort kann man den Blick auf den Naturhafen genießen, der mit seinen Schutzhütten für Fischerboote ein schönes Bild bietet.

 

Wanderung von Soller über Biniaraix nach Fornalutx
Inmitten von Zitronen- und Orangenplantagen

dhgVon Soller aus erreicht man die beiden Orte durch die Orangengärten und ausgedehnte Obstplantagen. Fornalutx das mehrmals als schönstes Dorf Spanien ausgezeichnet wurde, liegt hoch über Soller inmitten dunkelgrüner Zitrushaine. Die Häuser präsentieren sich im üppigen Blumenschmuck, dessen Farben je nach Jahreszeit variieren. Mehrere Wanderwege führen durch die Terrassenfelder zum Nachbarweiler Biniaraix, der noch ursprünglicher geblieben ist. In diesem Dorf hat sich seit Generationen kaum etwas geändert. Im Frühling zur Zeit der Orangenblüte liegt ein unglaublich intensives Aroma über den Hainen. Die Attraktion dieses Minidorfes ist ausschließlich seine Idylle unter dem Gipfel des L‘Ofre. Am Ortsende geht es vor dem alten Waschplatz, der von klarem Quellwasser gespeist wird, hinüber nach Fornalutx, dort beginnt auch der alte Pilgerpfad zum Kloster Lluc.

 

Wanderung von Kloster Lluc nach Pollenca
Auf alten Pilgerpfaden

erDie Tour ist als leicht ausgewiesen, rund 15 Km Marsch, von denen allerdings die ersten zwei Kilometer ansteigen, die Gehzeit beträgt aber ohne Pausen ca. 4 Stunden.Start ist beim Kloster Lluc, vorbei an dem staatlichen Mustergut des Landwirtschaftsministeriums und dem für sein Mineralwasser bekannt Landgut Binifaldo. Von dort aus kann man einen herrlichen Ausblick auf die 1.000er Gipfel genießen. Wenn sich der Steineichen und Kiefernwald für kurze Zeit lichtet, hat man einen grandiosen Ferfnblick auf Pollenca, auf den Hafen Port de Pollenca, die Halbinsel Formentor und schließlich auf die wunderschöne Bucht von Pollenca. Die zweite Rast ist bei der Quelle von de Muntanya, das Wasser der Quelle schmeckt köstlich, hier befindet sich ein kleiner Rastplatz mit Steintisch und Sitzgelegenheit. Weiter wandert man an den Landgütern Es Clotal und Can Mendion und gelangt dann zu dem Flusslauf Torrent de la Val. Es geht durch eine fruchtbare Landschaft mit Gemüsegärten, Zitrusfrüchten, Feigen, Mandeln, Oliven und Johannisbrotbäumen.

Mittel schwer (3-5 Stunden mit  Höhenunterschieden von 400-600 m.):

Eremita de Victoria bis Talaia d‘Alcudia
Grandiose Ausblicke im Norden von Mallorca

Die Halbinsel Sa Victoria trennt die Buchten um Pollenca und Alcudia. Eine der schönsten Touren führt auf die 445 Meter Höhe Talaia d‘Alcudia. Vom Gipfel des gewaltigen Felsmassivs hat man einen imposanten Blick auf die Küsten und Berglandschaft Mallorca. Die mittelschwere Tour dauert circa 4,5 Stunden und beginnt bei Kloster de la Victoria, das 1403 vom Bischof von Palma errichtet wurde. Der Forstweg schlängelt sich in weiten Serpentinen durch einen Kiefernwald nach oben, dann nach dem Pfad der sich in engen Kehren nach oben windet, gelangt man auf den Gipfel. Die Rundsicht ist sensationell. Auf den Naturpark S‘Albufera, Halbinsel Formentor, und die Buchten von Pollenca und Alcudia. Bei guter Fernsicht sind sogar die Insel Menorca und die Hafenstadt Ciutadella auszumachen. Vom Gipfel erreicht man durch einen Kiefernwald den Rastplatz mit einer Schutzhütte und einer Quelle. Ein breiter Weg führt dann wieder in Richtung Eremita de la Victoria.

Mirador de Ses Barques zum Torre de na Seca
Drei Landgüter

tryRaue Felslandschaft, spektakuläre Ausblicke auf Tausendergipfel und das tiefblaue Meer, fruchtbare Felder und wilde Steilklippen: Die Wanderung bei Soller ist ein Naturerlebnis. Ein Ausflug der auf ideale Weise alles beinhaltet, was die Berge Mallorcas zu bieten haben. Die ca. fünfstündige Tour erfordert aber etwas Kondition. Die Tour führt von Mirador de Ses Barques über das Landhotel Balitx d‘Aval auf den Wachturm Torre de na Seca. Aus einer Höhe von 521 Metern bietet sich dem Wanderer eine fantastische Aussicht auf die Serra de Tramuntana und die wilde Küstenlandschaft zwischen Port de Soller und der Bucht Cala Tuent. Man wandert zwischen Olivenplantagen an einem aus der maurischen Zeit stammenden Landsitz Balitx d‘Amund, kurz darauf gelangt man zu der Quelle Font de Balitx und ein wenig später zu dem verlassenen Landgut d‘en Mic. Nur zwei hochgewachsene Zürgelbäume vor dem Haupteingang zeugen noch von besseren Zeiten. Ein solches Baumpaar steht bei jedem Landsitz in der Serra de Tramuntana und zählt gleichsam zu deren Inventar. Dann geht es weiter hinab ins Tal in vielen Kehren geht es hinab zu dem Landsitz Balitx d‘Aval. Das herrschaftliche Anwesen wurde im 16 Jh. erbaut und ist heute ein Landhotel, weil der landwirtschaftliche Betrieb ebenfalls erhalten bleiben konnte, steht der Landsitz auf einem soliden wirtschaftlichen Fundament. Auf einem breiten Weg gelangt man zu dem alten Torre de na Seca, einen Wehrturm aus dem 16. Jh., die Aussicht von dem Turm ist atemberaubend und reicht bis hin zur Bucht Port de Soller.

Sa Trapa

Am westlichsten Ende der Insel Mallorca, befindet sich die Finca La Trapa, die zu der Gemeinde Andratx gehört. Das Natur- und Kulturerbe der 81 Hektar großen Finca, sind von besonderer Bedeutung für Mallorca. Die Finca erwarb der GOB im Jahre 1980 dank Spenden von Bürgern, Institutionen und internationalen Organisationen, um zu verhindern, dass dort ein Bebauungsprojekt entsteht. Gelegen in einer unvergleichlichen landschaftlichen Umgebung gegenüber der Insel Dragonera besitzt La Trapa eine große Artenvielfalt sowohl von Tieren alsauch von Pflanzen,- die nur im Tramuntanagebirge heimisch sind. Die überwiegende Pflanzenformation ist die "Macchie" oder die "Garrigue" bestehendaus Sträuchern, die sich dem mediterranen Klima anpassen und in manchenGebieten mit Pinien bedeckt sind. Es ist hervorzuheben, dass es in La Trapa 16 endemische Pflanzenarten und 14 Orchideenarten gibt. Was die Tierwelt anbelangt, sind hier zwei endemische Vogelarten der Balearen vorzufinden: Der Balearens-Sturmtaucher und die Balearengrasmücke (Sylvia balearica). Unter anderem kann man auch den Fischadler, die Korallenmöwe, den Eleonorenfalken, den Wanderfalken und den Zwergadler hier beobachten. In diese herrliche Naturenklave kamen im Jahre 1810 eine Kongregation von Trappisten Mönchen, die der napoleonischen Kirchenpolitik entflohen und 14 Jahrein La Trapa lebten. Ihr architektonisches Erbe, das diese Mönche hinterließen, ist beeindruckend: Die Häuser des antiken Klosters mit den Resten einer Kapelle,eine Mühle, einen Dreschplatz, Installationen um Holzkohle zu produzieren und einen Kalkofen. Zweifellos am spektakulärsten sind die Ackerterrassen, die zu dem schönsten Mallorca gehören, und das System der Wassergewinnung. Es handelt sich hierbeium drei Stollen die ein echtes Kunstwerk darstellen.

Eine mittelschwere Wanderung, Aufstieg von ca. 400 m. , kurzer steiler Aufstieg am Ende der Wandertour,

Es empfielt sich, eine Wanderausrüstung, Wanderstiefel, Rucksack, Kopfbedeckung, Wasserflasche, Fernglas und Wanderstock mitzunehmen.